Chronik

(ein kurzer Abriss)

Am 03. Februar 1903 kam es zur Errichtung einer Kuratie in Pößneck mit der Diasporastelle Saalfeld. Als Kurator der neuen Seelsorgestelle wurde Kaplan Dr. Theodor Josef Scherg eingesetzt. Gottesdienste fanden ab dem 10. Mai 1903 an jedem zweiten Sonntag statt. Im Durchschnitt besuchten 60 - 80 Personen den Sonntagsgottesdienst, der im “Preußischen Hof” stattfand.

kirchweihe

Kirchweihe

Nach den Wünschen des Bischofs von Würzburg war geplant, in Saalfeld eine Kapelle zu errichten, in der auch der Religionsunterricht gehalten werden sollte. Kuratus Scherg setzte sich aber mit seiner Vorstellung zum Bau einer Kirche durch. Der Kaufvertrag über ein Ackergrundstück zwischen dem Besitzer Johann Scheibe und dem Domkapitel wurde am 31. Oktober 1903 abgeschlossen.

Am 14. März 1905 erfolgte der erste Spatenstich. Die Kirchweihe fand am 17. April 1906 statt. Die Kirche wurde im neuromanischen Stil erbaut nach Plänen von Regierungsbaumeister Otto Hetzel, Berlin Charlottenburg. Hochaltaraufsatz und Tabernakel waren noch Provisorien und die Seitenaltäre fehlten.



guter hirte

Guter Hirte

Saalfeld wurde als eigenständige Seelsorgstelle am 13. November 1913 registriert, deren Leitung Kuratus August Michael Hock oblag. Am Pfingstsonntag 1912 konnte in einem feierlichen Gottesdienst der neue Flügelaltar von Bildhauer Heinz Schiestl, Würzburg, eingeweiht werden. Zwischen der Kirche und der Pfortenschule wurde das neue Pfarrhaus gebaut und Kuratus Hock konnte im März 1914 mit seiner Schwester dort einziehen. Seit April 1914 steht die “Gute-Hirte-Figur” in einer Nische an der Giebelseite des Pfarrhauses.

Am 09. Juli 1917 erhob man die Seelsorgestelle Saalfeld zur Pfarrstelle und ein Wechsel der Seelsorger fand statt. Am 2. Adventssonntag 1917 wurde Pfarrer Dr. Josef Hersam der Gemeinde vorgestellt.

Im März 1925 wurde über dem Pfarrsaal eine ambulante Schwesternstation errichtet. Die vier Schwestern kamen aus dem Würzburger Mutterhaus des “Hl. Erlösers” und leisteten kostenlose Dienste an Kranken und Armen.

Am 23. Januar 1928 ersteigerte das Domkapitel in Würzburg die Villa mit dem dazugehörigen kleinen Park des ehemaligen Firmenbesitzers und Wohltäters der Saalfelder kath. Kirchgemeinde, Wilhelm Wessel. Am 16. Juni 1928 fand die kirchliche Einweihung des unter der Leitung der “Schwestern des Erlösers” umgerüsteten Hauses statt. Das neue Säuglings- und Entbindungsheim erhielt den Namen “St. Gertrudisheim”. Auf Betreiben von Herrn Pfarrer Hersam konnte am 24. April 1930 eine kath. Privatschule eröffnet werden. Die Räumlichkeiten befanden sich bis 1931 im Pfarrhaus. Durch steigende Schülerzahlen musste ein zweiter Schulraum im Gertrudisheim eingerichtet werden. Ab dem Jahr 1933 veränderten sich die Bedingungen, alle katholischen Aktivitäten wie Schulen und Vereine wurden verboten.

Pfarrer Hans Link übernahm ab dem 29. September 1935 als neuer Pfarrer die Saalfelder Gemeinde. Er trug die schwere Last, die Gemeinde durch die Zeit des Nationalsozialismus, des Krieges und der Nachkriegszeit zu führen. Durch die Zonenteilung nach der Besetzung durch russische Truppen kamen die Orte Probstzella, Gräfenthal und Lehesten zur Kirchgemeinde Saalfeld hinzu. Die Kirchgemeinde Saalfeld beheimatete nun 9.000 Seelen, die in 100 Orten lebten.

vorschulkinder

Vorschulkinder mit Sr. Cläre Barwitzky 1948

claere barwitzky

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Zur Unterstützung des Pfarrers Link kam im Juni 1947 Schwester Cläre Barwitzky als Seelsorgshelferin nach Saalfeld. Während der Zeit des Nationalsozialismus rettete sie in Chamonix, im besetzten Frankreich, unter Lebensgefahr 30 jüdische Kinder vor dem Holocaust. 1991 wurde sie in Yad Vashem posthum als Gerechte unter den Völkern geehrt.

Am 09. Mai 1948 konnte Pfarrer Albrecht Aulbach feierlich in sein Amt eingeführt werden. Endlich am 01. November 1950 erhielt Saalfeld nach vielen Bitten zwei Kapläne (Erich Ziegeltrum und Edwin Kaufmann). Im Mai 1952 ersetzte man das alte Harmonium durch eine Orgel und am 3. Adventssonntag 1960 ertönte wieder ein aus drei Glocken bestehendes Geläut (Jesus, Maria, Josef).

1961 wurde das bisherige Dekanat Meiningen geteilt. Es entstanden daraus das Dekanat Meiningen mit Dechant Karl Hoffmann und das Dekanat Saalfeld mit Dechant Albrecht Aulbach.

pfarrer albrecht aulbach

Primizbild Pfarrer Albrecht Aulbach

pfarrer albrecht aulbach

Pfarrer Albrecht Aulbach und Msgr. Hostombe

Die 1. Sanierung unserer Kirche begann im Jahr 1962. Es wurden die Seitenaltäre entfernt und auf der rechten Seite ein Taufstein aufgestellt. Erneuert wurden außerdem die beiden Rosettenfenster und der Kreuzweg. 1972 erfolgte die Generalrenovierung unserer Kirche, die nach den Reglungen des II. Vatikanischen Konzils notwendig wurde. Neue Gestaltung erfuhr der Altarraum mit einem dem Volk zugewandten Altar, dem Altarkreuz, dem Tabernakel und dem Ambo. Verantwortlicher Architekt war H. Rudolf Brückner-Fuhlrott, Weißenfels. Es wurde eine neue Marienstatue aufgestellt; die vorherige ging als Leihgabe an die Gemeinde Gräfenthal. Am 29. Oktober 1972 konsekrierte Generalvikar Ebert den neuen Altar.

vorschulkinder

Sakramentenfenster

claere barwitzky

Rosettenfenster

vorschulkinder

Taufstein

claere barwitzky

Marienstatue

bischof pfarrer kaplan

Bischof Joachim Wanke | Pfarrer Norbert Winter | Kaplan Günther Fahrig

Am 01. Juli 1976 wurde Bertram Pittner für den aus gesundheitlichen Gründen zurück in seine Heimat gehenden Albrecht Aulbach als Pfarrer von Saalfeld ernannt. Im Juni 1978 erhielt die Pfarrei Saalfeld die volle Verwaltung und Seelsorge der Kuratie Leutenberg.

Nach zweijährigem Wirken in Saalfeld wurde am 29. Juli 1978 im Rahmen eines Abschiedsgottesdienstes Pfarrer Bertram Pittner verabschiedet und gleichzeitig Pfarrer Norbert Winter in den Dienst eingeführt. Im August 1987 wurde auch die Pfarrei Unterwellenborn der Pfarrei Saalfeld anvertraut.

pfarrer joachim kramer

Pfarrer Joachim Kramer

Pfarrer Joachim Kramer übernahm am 07. April 1991 die Pfarrstelle Saalfeld von seinem Vorgänger Pfarrer Norbert Winter. 1995 begann die grundlegende Sanierung der Unterwellenborner Kirche. Nach zehnjähriger Amtszeit wechselte Pfarrer Joachim Kramer nach Suhl.

Am 19. August 2001 wurde Pfarrer Bruno Wagner feierlich in sein Amt eingeführt. Ab dem Jahr 2003 begann dann eine in drei Schritten grundlegende Sanierung des Pfarr- und Gemeindehauses, die bis in das Jahr 2005 reichte.